Carlos Fernández hat gelernt, sich in jeder Welt zu bewegen, zwischen Champagnergläsern in Berlin, diskreten Absprachen in den großen Metropolen dieser Welt und Gesprächen, bei denen selten das gesagt wird, was eigentlich gemeint ist. Für ihn ist das kein Widerspruch, sondern Alltag. Ein gut bezahlter noch dazu. Dann trifft er Kiera. Kiera stellt Fragen, die man normalerweise elegant überhört. Oder mit einem Lächeln wegmoderiert. Oder mit einem weiteren Drink erledigt. Nur funktioniert das bei ihr nicht. Es beginnt eine Reise durch globale Machtstrukturen, persönliche Illusionen und überraschend humorvolle Gespräche, die nichts belassen, wie es war. In pointierten, oft überraschend komischen Dialogen prallen Welten aufeinander. »Kiera und die Kurzsichtigen« ist ein tiefgründiger gesellschaftskritischer Roman über Wahrheit, Bewusstsein und die feinen Mechanismen, mit denen wir uns die Welt erklären. Inspiriert von Denkmodellen wie Spiral Dynamics verbindet dieser literarische Spannungsroman philosophische Reflexion mit einer leisen, aber beständigen Frage: Was wäre, wenn wir klarer sehen könnten und das Wahre im gesellschaftlichen Miteinander mehr Gewicht bekäme? Ein intelligenter und unterhaltsamer Roman für Leserinnen und Leser, die gerne denken, gerne lachen und beides nicht getrennt voneinander.