Als ihr Mann, sie und die zwei Kinder in das alte Haus einzogen, hatten sie gehört, es soll ein Spukhaus sein. Dennoch fühlten sie sich wohl in dem Haus. Es ist Winter als ihr Mann unterwegs und sie mit den Kindern alleine ist. Als sie ihren Sohn ins Bett bringen will, hört sie ein Geräusch, ein Knarren im Gebälk. Wahrscheinlich war es nichts. Doch da, noch einmal. Sind das nicht Schritte? Sie ist sich immer mehr sicher, dass da jemand im Haus ist. Ein Fremder. Einfach so eingestiegen? Das allerdings hat sie nicht gehört, Wie ist der ins Haus gekommen?Ein Fremder im Haus wirkt sowieso schon bedrohlich. Aber wenn die Bedrohung dann noch realer wird, weil diese Person sich auch noch auf die Suche nach den Bewohnern macht. Was, wenn sie jeden Schritt auf den Bodendielen des alten Hauses hört, jedes Türklappen. Wie soll sie die Kinder beruhigen ihnen ein kleines Bisschen Sicherheit geben. Wie soll sie die Kinder retten. Was kann sie unternehmen, damit dieser Typ das Haus verlässt. Stark genug, um zu kämpfen, ist sie jedenfalls nicht. Und er durchsucht das Haus. Es fühlt sich an als zöge sich die Schlinge zu. Wie unheimlich, mit einem Fremden gefangen im eigenen Haus zu sein. Die Familie, die hier die Erfahrung macht, ist nicht zu beneiden. Die Frau scheint selbst nicht so viel Sicherheit auszustrahlen, es gab schon mal Probleme. In den Momenten der Stille erinnert sie sich. Es ist wie die Faust im Nacken. Über einige Strecken der Lektüre fühlt man sich doch eher unwohl. So eine fiese Geschichte, die durchaus eine Wirkung erzielt. Allerdings nicht so, dass man Gefallen daran findet. Man beginnt, sich dagegen zu sträuben und beginnt, nicht mehr jedes einzelne Wort zu lesen. Immerhin neugierig, wie die Geschichte ausgeht bleibt man schon.