Ich bin ja ohnehin ein großer Fan vom Brandstätter Verlag - und von Schweden und Skandinavien.Mit dem Buch hat der Verlag aber ein kleines Buchkunstwerk geschaffen, es ist so, so hübsch geworden.Beginnend mit dem Leineneinband (ich vermute jedenfalls, dass es einer ist), der Farbwahl fernab der Schwedenklischees und der Banderole, die diese dann doch bedient (passt prima) erwartet uns innendrin dann ein wunderschönes Buch.Es ist ein Koch- und Backbuch, ja, aber es gibt so viele tolle Fotos von Schweden auch außerhalb der fotografierten Gerichte, dass man sich wirklich sofort nach Schweden träumen kann. Auch das klare Layout der Rezepte gefällt mit total gut. Die Seiten sind clean, nicht überfrachtet, so mag ich das.Die Rezepte? Hier bekommt man die volle Ladung Schweden-Klassiker. Es gibt Variationen um Köttbullar (auch als Veggie-Variante, die mir ausgesprochen gut gescheckt hat) und Zimtschnecken (hier mit Walnüssen), aber auch Neuentdeckungen und weniger bekannte Gerichte.Auch Vegetarier werden fündig.Für Anfänger*innen finde ich das Buch aber nicht geeignet, es fehlen manchmal Schritte, die geübten Köchen wahrscheinlich sonnenklar sind, wenn man aber noch nicht so routiniert ist, stutzt man da.Beispielsweise wird beim Kartoffelpüree nicht erwähnt, dass man die Kartoffeln schälen muss. Meine Tochter hat da nachgefragt - "Mama, hier macht man das mit Schale?" Nein, macht man nicht, wie man auf dem Foto sieht.Auch bei den Hefeschnecken mit Walnüssen. Hier fehlt in der Beschreibung der Schritt, dass man den Teig nach der Füllung einmal falten muss, bevor man ihn dreht. Wenn man das noch nie gemacht hat und das nicht auf den Fotos erkennt, dann wird das hier nichts.Von einem Kochbuch erwarte ich hier, dass nichts vorausgesetzt wird und man sich nichts selbst erschließen muss, deshalb ein Stern Abzug,Ansonsten aber ein Traum von einem Buch und geschmeckt hat bislang alles super.