
Wie entkommt man als filmschaffendes Subjekt der Falle einer imaginären peripheren Community? Und wie kann man aus einer Position sprechen, die als national wahrgenommen wird? Burrhus Njanjo erarbeitet den Begriff des »minor minoritarian cinema« und aktualisiert die Beziehung des Films zur Nation aus postkolonialer Sicht. Am Beispiel der Filme Abdellatif Kechiches untersucht er die diskursiven Prozesse, mittels derer der Regisseur seine eigene Identität, den »Mythos Frankreich« und dessen Filmkultur ständig neu artikuliert. Aus den Verflechtungen von Kechiches Filmen, französischen Theorien und Diskursen aus der französischen Filmkultur entstehen so neue Figurationen.
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