
Entgegen der weit verbreiteten Idee vom ungewaschenen Adel sind in den Schlössern der Frühen Neuzeit zahlreiche Baderäume erhalten. Wie passt das zusammen? Kristina Deutsch widmet sich am Beispiel der Wittelsbacher, einem bedeutenden Fürstenhaus im Alten Reich, erstmals systematisch den Schlossbädern vom 16. bis zum 18. Jahrhundert und wirft einen Blick auf Architektur, Ausstattung und Badekultur. Die Bäder sind dabei Teil eines ausgeklügelten Raumsystems und bilden die Schnittstelle zwischen Repräsentation und Rückzug - ein Befund, der dazu anregt, neu über die für den höfischen Bereich nur bedingt anwendbaren Kategorien Öffentlichkeit und Privatheit nachzudenken.
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