
Bei einer Zwischenlandung der griechischen Troiakä mpfer auf der Insel Chryse wurde Philoktet, der den Bogen des Herakles besitzt, von einer Schlange am Bein gebissen. Der Biss verursachte eine sehr schmerzhafte, nicht heilende Wunde. Wegen seiner Schmerzensschreie wurde Philoktet, schlafend, ganz allein, an einem unbewohnten Kü stenstrich der Insel Lemnos ausgesetzt. Neun Jahre spä ter erfahren die Griechen durch einen Seher, dass Troia nur erobert werden kann, wenn Philoktet mit seinem Bogen nach Troia kommt.
In Sophokles’ Tragö die wird problematisiert, ob und wie es mö glich ist, einen Menschen, den man so hintergangen und jahrelang seinen Schmerzen und unsä glichen Lebensbedingungen ü berlassen hat, dazu zu bringen, ebenjenen zu helfen, die ihm das angetan haben. Fü hrt eine neuerliche Intrige oder freundschaftliches Zureden zum Ziel, oder ist der Konflikt menschlich ü berhaupt nicht zu lö sen?
Die Ausgabe bietet eine Einfü hrung, eine neue deutsche Ü bersetzung und die erste ausfü hrliche Kommentierung in deutscher Sprache. Griechischkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Fü r griechischkundige Leser sind zusä tzlich ein kritisch durchgesehener griechischer Text und textkritische und sprachliche Erlä uterungen beigegeben.
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