Kultur, Medien, Wissenschaften sind maßgeblich von Geräuschen durchsetzt der Band macht sich daran, das Analysepotenzial dieses oft un-erhörten, un-bestimmten oder gar als un-sinnig abgetanen Phänomens zu erkunden.
Kultur, Medien, Wissenschaften sind maßgeblich von Geräuschen bestimmt. Als Interferenzen und 'noise' sind un-intendierte, un-sinnige, un-erwünschte Laute traditionell das Gegenteil von sprachlicher und musikalischer Sinnstiftung - auch in jüngerer Forschung. Doch das konzentrierte interdisziplinäre Hin-Hören auf solche negierten Laute, also Un-Laute, lässt bisher unerkannte Strukturen zutage treten, deren Analysepotenzial für die Kulturwissenschaften derzeit kaum zu überschätzen ist. Die Beiträge des Bandes konzentrieren sich besonders auf das 20. Jahrhundert, seit die technischen Möglichkeiten der Schallaufzeichnung spezifische Dispositive hervorgebracht haben.