Nach einem etwas ruhigeren Jahr steht dem Donnerstagsmordclub die Hochzeit von Joanna, Joyce' Tochter, bevor. Auch wenn es Elisabeth nach dem Tod ihres Mannes nicht leichtfällt und auch Ibrahim und Ron mit so manchem zu kämpfen haben, gilt es, dieses Fest gemeinsam zu feiern. Als der Trauzeuge Nick eine Bombe unter seinem Auto vermutet und sich vertrauensvoll an Elisabeth wendet, werden der Detektivsinn und der Kampfesgeist des Ermittlerquartetts wieder schnell zum Leben erweckt.
In gewohnter Manier laden die betagten Damen und Herren zu einer exklusiven Lesereise, voller Irrungen und Wirrungen, ein. Gewürzt mit einer großen Portion feinstem englischen Humor, unglaublicher Raffinesse und wunderbar verbaler Schlagkräftigkeit wie auch jeder Menge interessanter Akteure geht es diesmal um einen Code, der zu einer absurd hohen Bitcoin-Summe führen soll.
Leider hat mich dieses fünfte Cosy-Crime-Abenteuer der Seniorengang nicht überzeugt. Die Flut an Informationen, die ständigen Perspektivenwechsel und die vielfachen Geschichten in der Geschichte haben mehr überfordert als begeistert.
Auch wenn ich diesen spezifischen Humor, die Wortgefechte, die von feinem Geist und schnellem Auffassungsvermögen nur so sprühen, genau wie auch jeden einzelnen dieser herausragenden Charakterköpfe liebe, war es mir einfach zu viel des Guten. Irgendwo fehlte dieser magische Moment, dieses kleine Element, was mich gedanklich direkt mit der Geschichte verschmelzen ließ. Gefühlt hinkte ich die ganze Zeit hinterher und kam mir irgendwo verloren vor.
Doch ich verspreche, dass mein Leseherz weiterhin für die wunderbaren, älteren Herrschaften und ihre Abenteuer brennen wird und ich beim nächsten Mal sicherlich mehr Positivitäten finden werde.
In diesem Sinne diesmal weniger und nächstes Mal sicherlich wieder mehr empfehlenswert.