"Jetzt beginnt das Leben" von Alex Schulman habe ich als Hörbuch, eingelesen und gesprochen von Fabian Busch ist ein ganz besonderes Buch.
Vidar, ein suspendierter Lehrer, aus Gründen, die sich ihm nicht wirklich erschließen, findet beim Aufräumen und sortieren eine längst vergessene Telefonnummer. Sie gehört zum Sommerhaus der Familie, in dem Vidar viele Sommer seine Kindheit verbracht hat. Aus einem nicht erklärbaren Impuls wählt er die Nummer und das Unglaubliche geschieht: Sein Vater geht ans Telefon. Nach und nach findet Vidar heraus, dass er nur an einem Tag in seinem Leben nämlich dem 17. Juni 1986 Kontakt zum Sommerhaus bekommen kann. Welche Möglichkeiten sich ihm da bieten, er kann mit seinem jüngeren Ich kommunizieren, allerdings nur wenig Einfluss auf dessen/sein Leben nehmen.
Vidar wird besessen von der Idee herauszufinden, was an dem 17. Juni 1986 passiert ist, welches Schlüsselerlebnis geschah und welchen Einfluss dieses auf sein Leben hatte.
Gleichzeitig läuft sein Leben in der Gegenwart weiter, die Schlinge wegen des Vorfalls an der Schule wird immer enger und er stellt sein gesamtes Leben infrage.
Im Verlauf der Geschichte telefoniert Vidar auch mit seiner Mutter und Schwester, am meisten jedoch mit dem kleinen Vidar.
Für mich war es das erste Buch von Alex Schulman, werde mir aber aufgrund der Rezensionen und der Thematik seiner dysfunktionalen Familiengeschichte nun noch die anderen kaufen.
Fabian Busch hat der Geschichte durch seine Intonation den Figuren Tiefe und vor allem Emotionen verliehen, sodass "Jetzt beginnt das Leben" ein absoluter Hörgenuss. Die Geschichte entwickelte einen unheimlichen Sog, der mich begeistert hat.