Das Buch ist eine Erzählung in Form eines Theatermonologs, mit dem der Autor ab Herbst 2023 auf grosse deutsche Bühnentour ging: Ein Mann, der vom Regen durchnässt wurde, kommt in eine Bar und sinniert über das Leben. Ein Hörbuch von 66 Minuten.
Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover, das im gleichen Stil auch seine anderen Werke schmückt gefällt mir. Der Untertitel Eine Liebeserklärung macht neugierig.
Das Hörbuch: Der Sprecher ist der Autor selbst. Ich habe bisher nur das Buch Sie sagt. Er sagt. gelesen; für mich ist es eine Premiere, nun auch seine Stimme zu hören. Er spricht bedächtig, ohne Hast.
Die Geschichte: Der Mann, der in die Bar kommt, erzählt einleitend über die verschiedenen Arten von Regen, wie z.B. Regen in Cornwall, Regen in Nigeria wo es fast nie regnet , Regen im Regenwald als Klassiker, White Noise oder auch Pink Noise. Nun ja, dabei erhält man schon eine gewisse Ahnung, wie gerne dieser Mann erzählt. Er spricht über die Berufung zum Schöffen, die Ambivalenz der Welt, über seine Tätigkeit als Schriftsteller, der seit 17 Jahren nicht mehr schreibt, das Pareto-Prinzip oder auch den schlechten Charakter einer Wespe.
Schon bevor ich zu diesem Hörbuch gegriffen habe, hat mich der Untertitel Eine Liebeserklärung irritiert. Was hatte es nun damit auf sich? Das kann ich nicht einmal so genau sagen: War es eine Liebeserklärung an das Leben generell? Denn eines ist sicher, wie der Mann bereits früh erwähnt: Wir werden sterben. Sein Philosophieren hat im eigenen Kopf viele Bilder und existenzielle Fragen entstehen lassen. Mir hat das Hörbuch gut gefallen; 3 Sterne.