Ein Familiendrama, bei dem eine Katastrophe die nächste jagt. Wirkt manchmal leider zu erzwungen
Nebraska, Anfang der 1990er Jahre: Sheridan Grant wächst auf einer Farm inmitten von Maisfeldern bei ihrer Adoptivfamilie auf. Das monotone Farmleben und die strenge Hand ihrer Adoptivmutter machen ihr schwer zu schaffen. Doch Sheridan findet Trost bei ihrer liebevollen Tante Isabella und in ihrer Leidenschaft für die Musik.Der Farmarbeiter Danny, der Rodeoreiter Nick und der Künstler Christopher machen ihr den Hof, und sie stößt auf die Tagebücher der geheimnisvollen Carolyn, die vor vielen Jahren spurlos verschwand.Das Leben ist plötzlich aufregend, bis in einer schicksalhaften Halloween-Nacht etwas Schreckliches geschieht, das alles verändert. Nun zeigt sich, wem Sheridan wirklich vertrauen kann ...Ich habe erst dieses Jahr meinen ersten Krimi von Nele Neuhaus gehört, der mir gut gefallen hat. Daher dachte ich, dass ich auch mit diesem Buch nicht viel falsch machen kann, auch wenn es ein anderes Genre ist.Leider habe ich mich schon recht bald gefragt, wo die Autorin mit dieser Geschichte eigentlich hin will. Gefühlt jagt hier eine Katastrophe die nächste und man wartet nur darauf, dass wieder etwas passiert. Die Handlung wirkt aber manches Mal zu erzwungen und aufgesetzt.Das Verhältnis der 17-jährigen Protagonisten Sheridan zu älteren Männern habe ich als besonders schockierend und manchmal verstörend empfunden. Dennoch war sie mir auch irgendwie sympathisch und ich habe mit ihr gelitten.Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie verspüre ich auch Lust auf die Fortsetzungen, um zu erfahren, wie es in Sheridans Leben weitergeht.