sehr gut und bildhaft gesprochenes Hörbuch, kleine Abstriche beim Plot
Es handelt sich um die Folge einer Serie, die ich bisher noch nicht kannte. Wir werden einige Jahrhunderte zurückgeschleudert in die noch ziemlich rauen Sitten des 17. Jahrhunderts. Ein Scharfrichter, begleitet von seinen beiden Töchtern, seinem Schwiegersohn und zwei Enkelkindern, macht sich auf den Weg nach München zum Rat der Zwölf. Ein Serienmörder treibt dort wohl schon seit Jahrzehnten sein Unwesen: Junge Frauen werden nach Henkersart hingerichtet ¿Gut geschrieben, auch die Epoche an sich wird plastisch nachvollziehbar darstellt, mit recht vielen Dialogen und einem guten Spannungsbogen. Wie es üblich ist, gibt es mehrere Erzählstränge und Perspektiven. So zog mich die Handlung an und unterhielt mich gut bis zum Ende.Kritikpunkt: Wie es auch in historischen Filmen nicht unüblich ist, wird die emotionale Lage bezüglich Romantik und Liebe zwei Jahrhunderte zu früh propagiert. Außerdem hatte ich schnell einen Verdacht über die Täterschaft und war dann enttäuscht, als dieser sich bestätigte. Das war das Einzige, was mit wirklich gestört hat und mir zu konstruiert erschien.Es handelt sich um eine ungekürzte Lesung mit ca. 14,5 Stunden Laufzeit, routiniert und gut gelesen von Johannes Steck.