Dieses Buch ist das erste von Andreas Eschbach, das ich richtig schlecht fand. Und das hatte gleich mehrere Gründe.
Dieses Buch, das Andreas Eschbach im Jahr 2007 veröffentlicht hat, ist das erste, das ich richtig schlecht fand. Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen ist die kein Thriller, sondern ein Drama. Zum anderen nimmt Eschbach der Handlung immer wieder die Spannung, in dem er erzählerisch über Hintergründe informiert, die den Leser mit Informationen versorgen, die er wissen sollte, um die Aktionen der Figuren zu verstehen.Es gibt aber noch mehr Punkte. So erzählt der Autor die Geschichte von Markus Westermann und gleichzeitig als Nebenhandlung die Auswirkungen auf seinen Bruder, seiner Schwester und des saudischen Prinzen Abu Jabr. Ich habe die ganze Zeit vergeblich gewartet, bis sich die Nebenhandlungen auf die Haupterzählung auswirken oder diese treffen. Da ich das Buch als Hörbuch gehört habe, hat auch der Sprecher Robert Reinagl seinen Teil daran, dass ich das Hörbuch nicht gut fand. Er hat nicht nur in vielen Filmen mitgewirkt, sondern auch als Sprecher von zahlreichen Dokumentationen. Da passt es überhaupt nicht, dass er diesen Roman eingesprochen hat, da er ihn ebenfalls als Dokumentation gelesen hat und weniger als spannungsgeladenen Roman.Vielleicht hat mein Höreindruck zusätzlich damit zu tun, dass Eschbach mit nahezu allen Thesen daneben lag, die er als Folge von Erdölknappheit in seinen Roman hat einfließen lassen. Er konnte sich vor 19 Jahren wohl nicht vorstellen, wie auf eine Energiekrise reagiert werden kann. Dabei war damals schon ersichtlich, dass die Menschheit auf andere Ölquellen zurückgreifen würde, wenn das Öl knapp wird. Immerhin zeigte sich dies z.B. in Kanada mit seinen Ölsanden seit den 1960ern und in den USA seit etwa 2005 mit dem Fracking. Und jetzt könnte ich nahezu alle Thesen zu alternativen Energieerzeugung und Antrieben auflisten, mit denen Eschbach daneben lag. Letzten Endes auch schon mit dem Wissen, das 2007 als etabliert gegolten haben durfte.Zum Schluss meiner Buchvorstellung vielleicht noch kurz zur Handlung, in der der Deutsche Markus Westermann seinen Traum von einer eigenen Firma in den USA in die Tat umsetzte, wobei er mithilfe von OPM (other people's money) und OPI (other people's ideas) aus dem Nichts anfangs erfolgreich war. Dann wurde die Geschichte etwas absurd, als der Österreicher Karl Walter Block zufällig in sein Leben trat und von alternativen Ölquellen schwadronierte. Ich habe vor allem im letzten Drittel auf die Wendung gewartet, die der Roman dringend benötigt hätte und die leider ausblieb.All diese Punkte führten dazu, dass ich dem Roman leider nicht mehr als den einen Stern geben kann und ich diesen Roman von Andreas Eschbach leider nicht empfehlen kann. Es ist, wie schon geschrieben, der erste Roman des Autors, der vollkommen in breiter Linie meinen Lesegeschmack verfehlte.