Du kriegst mich nicht ist ein Stand-alone-Psychothriller von Chris Carter und erschien am 30. Juli 2026 als ungekürztes Hörbuch. Die rund 13 Stunden und 13 Minuten lange Fassung wird von Sascha Rotermund gesprochen.
Zu Story
Nelson Stewart wird wegen schwerer Gewalt gegen seine Frau Samantha zu 13 Jahren Haft verurteilt und schwört vor seiner Abführung Rache. Samantha lässt sich daraufhin scheiden, taucht unter und beginnt unter einer neuen Identität ein neues Leben. Doch die Angst bleibt: Sie weiß, wozu ihr Ex-Mann fähig ist und dass er sie finden will.
Meine Meinung
Die Grundidee funktioniert sehr gut. Eine Frau, die versucht, sich vor ihrem ehemaligen Mann zu verstecken, während dieser auf Rache sinnt, bietet eigentlich die perfekte Grundlage für einen Psychothriller. Und Carter schafft es, immer wieder Spannung aufzubauen. Gerade das Katz-und-Maus-Spiel hat dafür gesorgt, dass ich wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht.
Trotzdem hatte ich vor allem im ersten Teil große Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzukommen. Die Einführung zieht sich für mein Empfinden sehr lange und es passiert zunächst vergleichsweise wenig. Ich war tatsächlich kurz davor, das Hörbuch abzubrechen. Erst später entwickelte sich der Sog, den ich von Chris Carter eigentlich gewohnt bin.
Gegen Ende wurde mir die Geschichte teilweise etwas unübersichtlich. Die Spannung blieb zwar vorhanden, aber iwie konnte mich das Ende nicht so ganz überzeugen.
Als Hörbuch funktioniert der Thriller grundsätzlich gut. Sascha Rotermund passt mit seiner Stimme sehr gut zum Genre und trägt die Geschichte souverän. Die Vertonung konnte allerdings auch nicht ganz darüber hinweghelfen, dass ich gerade am Anfang immer wieder mit der Geschichte gehadert habe.
Fazit
Wer Chris Carter mag und vor allem auf rasante Katz-und-Maus-Thriller mit viel Spannung steht, dürfte hier wahrscheinlich eher auf seine Kosten kommen. Für mich persönlich war es dagegen trotz der grundsätzlich spannenden Geschichte nicht sein stärkster Ausflug ins Genre. Danke an Hörbuch Hamburg und NetGalley.de für das Rezensionsexemplar.