Karla und Sebastian haben ihre Hochzeit geplant ,die Hochzeitsreise soll nach Neuseeland gehen.Doch vor dem Termin stirbt Sebastian und Karlas Leben liegt in Trümmern. ihre Freunde versuchen alles, um sie seelisch zu stabilisieren und wieder aufzurichten. Karla entschließt sich, die Reise alleine anzutreten. Bei einem Zwischenstopp auf der Apfelplantage der 97-jährigen Marge stößt sie in einer Scheune auf Dokumente von Doktor Joshua Eichelbaum, die von einer dunklen Episode im Nazi Deutschland berichten. Bei näherem Nachforschen stellt sich heraus, dass sie auf schicksalhafte Weise verbunden sind.
Ich habe schon sehr viele Bücher gelesen/ gehört ,die sich mit diesem unrühmlichen Teil der deutschen Geschichte beschäftigen, doch schon lange hat mich kein Buch so sehr berührt.
Sei es die Beschreibung der Landschaft, der einzelnen Personen (nicht nur der Protagonisten), die besondere Lebenssituation,es passt einfach alles .Die Geschichte hat mich völlig gefangen genommen, und ich fühlte mich beinahe so, als wenn ich ein Teil des Geschehens wäre.
Das Zusammenfinden von Marge und Klara ,zu Beginn mit großen Problemen und Widerständen der alten Dame behaftet ,wird emotional in einer Tiefe berichtet ,die ihresgleichen sucht.
Die herausragende Lesequalität von Sandrine Mittelstädt ist quasi das Sahnehäubchen dieser besonderen Geschichte.