Mir wurde das Buch empfohlen als ein Debüt, was Fans von Ursula Poznanski ansprechen soll. Beim Cover ist das meiner Meinung nach sehr gut gelungen, es gefällt mir sehr und auch der Klappentext klang vielversprechend. Beim Inhalt bin ich mit entsprechend hohen Erwartungen rangegangen und wurde (vielleicht auch deswegen?) leider enttäuscht.
Ich fand es unglaublich schwierig ins Hörbuch mit seinen kurzen Kapiteln und verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen reinzufinden. Die ersten 20 Minuten habe ich 4x gehört, bis ich das Gefühl hatte, langsam folgen zu können. Das hatte ich noch nie, dass ich nochmal und vor allem mehrmals von vorne anfangen musste. Irgendwann war ich dann drin und konnte dann auch gut folgen, allerdings haben mich weder Charaktere noch Handlung noch Schreibstil in irgendeiner Weise an Poznanski erinnert, abgesehen vom Österreich-Bezug. Bei mir kam leider keine Sogwirkung auf, wie es mir bei ihren Büchern immer passiert.
Die Handlung ist grundsätzlich spannend. Es geht um Ada, eine suspendierte Ermittlerin, deren Tochter verschwunden ist. Als eine Leiche auftaucht, in deren Körper Adas Name geritzt ist, fängt sie an trotz Suspendierung zu ermitteln. Dabei nähert sie sich immer mehr ihrer eigenen, ebenfalls schwierigen Vergangenheit an, die nach und nach aufgelöst wird.
Ada ist ein schwieriger Charakter mit vielen Problemen, was keine Sympathie beim Leser fördert. Das ist erstmal nichts Schlechtes, zumal man sie während des Lesens immer besser kennenlernt und somit besser versteht. Trotzdem bin ich nicht warm mit ihr geworden und fand sie bis zum Ende nicht richtig greifbar. Ihre Geschichte hat immer wieder die aktuelle Handlung unterbrochen und meinen Lese- bzw. Hörfluss gehemmt.
Ich habe es dennoch beendet, aber wüsste nicht so richtig, wem es ich sinnvollerweise empfehlen könnte. Klar ist mir nur, dass ich es Poznanski-Fans nicht empfehlen würde.