Im eiskalter Winter Lapplands geschieht ein grauenhafter Mord vor Zeugen. Eine entsetzliche Szene offenbart sich vor Kommissarin Ronja Jentzsch, die grenzübergreifend in Lappland ermittelt. Die Befragungen laufen, als ein weiterer brutaler Mord das Kommissariat erschüttert. Die Situation bringt Ronja an ihre Grenzen, denn sie kämpft nicht nur gegen die entsetzlichen Verbrechen, auch ihre private Lage spitzt sich zu.
Das Cover, mit Eis und Raureif überzogen, offenbart den Blick auf ein idyllisches Häuschen, doch der friedliche Eindruck täuscht. Ana Ojala entführt ihre Leserschaft in eine völlig andere Welt, die aus Verbrechen, brutaler Gewalt und Ausweglosigkeit zu bestehen scheint. Ihre Protagonisten befinden sich in entsetzlichen Ausnahmesituationen, man schaut in beklemmende psychologische Abgründe und kann die Hilflosigkeit direkt spüren. Auch die Umstände im Kommissariat werden zunehmend mysteriös, die Ermittlungen werden von der obersten Behörde geblockt und Ronja samt Kollegen suchen sehr findig nach einer Möglichkeit, den Verbrechen, die eine Welle des Todes auslösen, auf die Spur zu kommen.
Weisser Rausch ist brutal, beklemmend und düster, aber so packend, dass ich das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch konsumiert hätte. Es ist ganz sicher nichts für schwache Nerven, doch so perfekt konstruiert, dass ich gar nicht loslassen konnte. Lina Syren liest auch die Gewaltszenen mit sanfter Stimme eindringlich und gelassen, so dass sich die Spannung dadurch stets noch weiter steigert. Es hat mir ausgezeichnet gefallen!