Frida Skybäck nimmt ihre Leser erneut mit auf Ermittlungen von Fredrika Storm und ihren Partner Henry Calment. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und die Länge der Kapitel ist gut gewählt. Die Protagonisten wirken authentisch und sympathisch. Die Stimme der Hörbuchsprecherin ist angenehm und durch ihre deutliche Aussprache transportiert sie gut die Emotionen. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet.
Hauptprotagonisten ist das Ermittler-Duo Fredrika und Henry.
Im Naturreservart Nöbbelövs Mosse bei Lund wird ein Campingausflug für eine Familie zum Albtraum, denn auf dem Weg zum gemeinsamen Angeln, findet der Sohn eine grausam zugerichtete Leiche. Der 21-jährige Matthias Lindqvist , dessen Mutter vor 15 Jahren ermordet wurde und wo der Mörder immer noch nicht gefasst wurde, lebte durch seine Hörbehinderung recht abgeschieden. Durch sein Online-Gaming hatte er zumindest in der Onlinewelt viel Kontakte und regelmäßig hatte er auch Kontakt zu seiner Schwester. Als im Dorf bekannt wird, dass Matthias das Opfer ist, bekommen die Ermittler ein ziemlich heftiges Echo der Vergangenheit und sie müssen sich fragen, ob der Mord der Mutter und von Mathhias durch den gleichen Täter ausgeübt wurde. Zudem haben beide Ermittler auch einige private Baustellen, die sie neben den Ermittlungen noch in den Griff bekommen wollen. Da sie auch in dem alten Fall versuchen neue Spuren zu finden, erhalten sie einen guten Einblick, von alten Ängsten und alten Feindschaften zwischen den Nachbarn. Wer wurde davon profitieren, wenn die Ermittlungen im Sande verlaufen und die Wahrheit nie ans Licht kommt? Ist es wirklich nur ein Täter oder gibt es Zusammenhänge, die für die Ermittler noch nicht ersichtlich sind? Welche Geheimnisse hatten Matthias und seine Mutter, das sie lieber tot als lebendig sehen wollte?
Der Thiller greift das Inklusionsthema auf und zeigt auch auf, wie tief alte Schuldgefühle reichen können und was so tief verwurzelte Geheimnisse in der mentalen Gesundheit anrichten können.