Die Liebesgeschichte um Emily und Ray geht weiter, doch sie schlittert in gefährliche Sphären, denn ihre Feinde ruhen nicht. Emily geht es zusehends schlechter. Sie muss an ihrem Verstand zweifeln, denn ihre größte Furcht scheint wahr zu werden. Nämlich, dass die Geisteskrankheit ihrer Mutter erblich ist und sie in der Psychiatrie landet. Wahn und Wirklichkeit vermischen sich immer mehr miteinander, und Liebeskummer tut sein Übriges.
Diese diffuse Gefühlsebene, in der Emiliy lange Zeit driftet, hat die Autorin bestechend gut wieder gegeben. Die guten Sprecher runden das Gesamtbild ab. Wie im ersten Band ist der Handlungsstrang eher einfach gestrickt, doch sollen sowieso in erster Linie Teenies als Lesepublikum angesprochen werden. Ich glaube, deren Geschmack trifft Finsterherz voll und ganz.