Inhalt:
Eine Seuche verwüstet den Planeten Lar und macht ihn für die Bewohner nach und nach unbewohnbar. Untote greifen die Städte an und überfallen auch einen Flüchtlingskonvoi. Oniv und sein Freund Nestri die in diesem Track mitreisen, retten einem Menschen und seinem Kind das Leben, unterstützt von Fremden, die ganz plötzlich eingreifen. Doch die Gefahr ist noch lange nicht gebannt.
Meine Meinung:
Mark Fear entführt einen mit diesem Buch in eine apokalyptische Welt, der man sich schwer entziehen kann. Zwar ist die Idee einer Seuche, die Menschen in eine Art Zombies verwandelt nicht neu, doch der Autor versteht es, diese bekannte Präambel zu nutzen, um ausuferndes Worldbuilding zu vermeiden. Das legt den Hauptaugenmerk auf die Dynamiken innerhalb der Gruppe und im Zusammenspiel mit anderen Gruppierungen. Das bedeutet nicht, dass die Sternenstaub-Welt eindimensional ist im Gegenteil. Als Leser bekommt während der Handlung ein immer genaueres Bild dieser komplexen Welt und der Gruppierungen, die ihn bevölkern und beherrschen.
Ein Laborflüchtling, eine Gruppe Soldaten, die Flüchtlingsgruppe und ihre unerwarteten Helfer sind die Hauptakteure dieses ersten Bands. Sehr gut gefallen hat mir, dass, je nach Perspektive, unterschiedliche Gegner und Verbündete gezeichnet werden und man so ein umfassendes Bild von den Machtverhältnissen erhält, sowie den Beweggründen der einzelnen Akteure.
Einzige Schwierigkeit: Mit wem kann man sich identifizieren? Keiner der Charaktere ist ohne Makel, oder Geheimnisse und so macht es einem der Autor unheimlich schwer, einen einzelnen Charakter als Anker auszuwählen.
Das tut der Geschichte aber keinen Abbruch. Erstens hab ich durchaus meine eigenen Favoriten und außerdem ist der Plot sehr spannend. Die Gruppen müssen sich unterschiedlichen Herausforderungen stellen. Herausforderungen, die manchmal nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind.
Ich bin sehr gespannt, wie diese fantasievolle Erzählung weiter geht und in welchen Konstellationen sich die Parteien in weiteren Büchern zusammenraufen.
Das, zusammen mit der wirklich guten Interpretation durch Sprecher Felix Borrmann, macht dieses Abenteuer zu einem absolut kurzweiligen Hörerlebnis.