Mit dem Hörbuch Totensilber gelingt Micha Krämer ein gelungenes und spannendes Krimi-Hörerlebnis.
Der Baggerfahrer Willi Wünschle wird nach einem Kneipenbesuch mit eingeschlagenem Schädel tot in seiner Wohnung aufgefunden. War es Selbstmord oder gar Mord? Vielleicht ist einfach nur ein Streit unter Betrunkenen eskaliert? Schnell rückt das Gerücht um einen verfluchten Münzschatz in den Mittelpunkt, den Wünschle angeblich bei Bauarbeiten entdeckt haben soll. Nina Moretti und ihr Team beginnen in ihrem 13. Fall zu ermitteln.
Dies ist mein drittes Hörbuch von Micha Krämer. Mich hat es sehr gefreut, wieder auf die bereits bekannten Kriminalkommissare Nina Moretti und die Kollegen Kübler, Liebig und noch viele weitere zu treffen.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Es liegen ca. 270 Jahre zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die miteinander verwoben sind. Dadurch ergeben sich nach und nach neue Hinweise und Zusammenhänge, die die Neugier auf den weiteren Verlauf steigern. Der Kriminalfall bleibt dabei abwechslungsreich.
Für mich persönlich ein besonderes Highlight ist das Setting im Westerwald. Da ich selbst aus der Region komme, hat dieser Krimi für mich noch einmal einen ganz besonderen Reiz. Die vertraute Umgebung macht das Geschehen greifbarer und sorgt für eine schöne Verbindung zur Handlung.
Das Hörbuch Totensilber wird von Micha Krämer selbst gesprochen. Der Autor bringt seine Geschichte auf angenehme und passende Weise rüber und in den Dialogen bringt er gekonnt Nuancen ein, sodass die verschiedenen Figuren stimmlich gut voneinander zu unterscheiden sind.
Für mich ist Totensilber ein gelungener, spannender Westerwald-Krimi, der mich bestens unterhalten hat. Wer regionale Krimis mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen.
Von mir gibt es eine klare Hörempfehlung!