Was haben das Verschwinden von Apfelsorten, das Auftreten von Politikern in Talkshows, religiöser Fundamentalismus und der Kunst- und Musikmarkt miteinander gemeinsam? Überall wird Vielfalt reduziert, Unerwartetes und Unangepasstes zurückgedrängt. An die Stelle des eigentümlichen Inhalts rückt vermeintliche Authentizität: Nicht mehr das »was« zählt, sondern nur noch das »wie«. Thomas Bauer zeigt die Konsequenzen auf, sollten wir diesen fatalen Weg des Verlustes von Vielfalt weiter beschreiten.
- Ökologie: Das Aussterben von Nutzpflanzen und Apfelsorten zugunsten weniger, weltweit standardisierter Supermarktsorten.
- Politik: Die Umwandlung von komplexen Debatten in moralisierende Schwarz-Weiß-Muster und der Zwang zu schnellen, vermeintlich alternativlosen Wahrheiten.
- Kunst & Musik: Die algorithmische Formatierung von Kunstmärkten, bei der das Unangepasste und Irritierende zurückgedrängt wird.
- Religion: Das Erstarken des Fundamentalismus, der historische Texte starr, wortwörtlich und absolut eindeutig auslegt