Eine spannende und originelle, aber sehr grausame Welt mit einer knallharten Protagonistin.
Briar wohnt bereits ihr ganzes Leben lang in der Lower City von New Olympia und sieht zu wie die Götter immer mehr Macht anhäufen, während die Armen ums Überleben kämpfen. Als ihre Schwester ums Leben kommt, schwört Briar den Götter Rache. Zeus, Hades, Poseidon, sie alle verdienen den Tod, auch wenn Briar dafür ihr eigenes Leben opfern muss. Um in ihre Nähe zu gelangen, muss Briar Teil ihrer Welt werden. Doch dabei erregt sie auch die Aufmerksamkeit von Phobos, dem Gott der Angst, dessen Ziel es ist Briars Pläne zu durchschauen. Mit New Olympia hat Emily Bähr wirklich eine interessante, spannende und grausame Welt geschaffen, in der die Götter des Olymps auf Erden wandeln und sich selbst vermarkten. Dabei sind sie zu Berühmtheit und Macht gelangt und scheren sich nicht um die Menschen in ihrer Stadt. Briar hat einiges an Verlusten verkraften müssen, was sie eindeutig zu einer Kämpferin gemacht hat, die trotz ihrer Cleverness einige waghalsige Entscheidungen trifft. Auch wenn ein Teil der Geschichte aus Phobos Sicht erzählt wird, fand ich ihn dennoch sehr schwer zu durchschauen und hoffe, dass man ihn im zweiten Band der Dilogie noch ein bisschen besser kennenlernen wird. Die Handlung ist rasant und spannend und bei mir kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Das Einzige, was mich an der Geschichte gestört hat, waren die expliziten Szenen, die ich nicht immer passend fand, besonders am Ende der Geschichte. Dieses war mir insgesamt auch etwas zu schnell abgehandelt, nachdem ich über 500 Seiten darauf hingefiebert habe. Ich bin dennoch sehr gespannt wie es mit Briar und Phobos weitergehen wird.