Erste Gedanken: Sofia Kus hat eine unglaublich schöne und vor allem wichtige Geschichte auf Papier gebracht nämlich die von Roxy und Abdul. Schon lange finde ich den heartlines Verlag und dessen Idee Geschichten auf wahren Begebenheiten mit engen Kontakt zwischen den Autori*innen und Geschichtengeber*innen toll. Umso mehr habe ich mich nun gefreut, dass es eine Geschichte von einer muslimischen POC-Autorin gibt, da diese noch immer unterrepräsentiert sind auf dem Buchmarkt.
Das Cover: Es ist sehr dynamisch, sehr golden und niedlich. Anfangs wirkte es ein wenig überladen auf mich, doch mittlerweile mag ich es sehr gerne! Vor allem die Farben sind sehr angenehm und harmonieren perfekt miteinander.
Die Handlung: Riley und Zayns Liebesgeschichte muss viele Hürden überwinden, damit sie überhaupt bestehen kann. Beide kennen sich über Bekannte, aber haben noch nicht sonderlich viel miteinander zu tun gehabt. Bis die beiden eines Nachts bis in die frühen Morgenstunden miteinander reden und sich ineinander verlieben. Beide nähern sich immer mehr an, doch von Anfang an gibt es Hürden, die sie erst noch überwinden müssen. Riley ist in einer westlichen Gesellschaft aufgewachsen und keine Muslima, Zayns Familie ist muslimisch und er pflegt ein sehr respektvolles Verhältnis zu seinen Eltern. Daher müssen die beiden sich erst einmal heimlich treffen, bis Zayns Geheimnis herauskommt, welches ihn und Riley vor eine schwierige Entscheidung stellt
Meine Meinung: Diese Geschichte hat so viel Verständnis und Liebe zwischen den Seiten. Riley und Zayn haben mich unglaublich berühren können und ich habe so sehr bei den beiden mitgefühlt. Nach Beenden der Geschichte habe ich die ganze Zeit nur daran denken können, was für eine große und berührende Liebe die beiden füreinander haben und wie mächtig diese war. Es war wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle für mich, weswegen ich auch Monate nach Beenden der Geschichte gerne an den Roman zurückdenke. Dennoch muss ich zugeben, dass ich lange brauchte, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Das letzte Drittel musste ich in einem Rutsch lesen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen, doch die anderen zwei Drittel hatte ich teilweise das Gefühl, dass mich der Schreibstil mehr Pausen einlegen ließ. Sofia Kus kann jedoch unglaublich gut Emotionen rüberbringen, was mir meistens viel wichtiger als der Schreibstil ist.
Die Charaktere: Riley und Zayn bekommen viel Raum, um sich vorzustellen, zu bleiben und sich zu entwickeln. Ich mochte vor allem das Verständnis, das beide füreinander aufbringen und wie gefühlvoll und langsam sich alles bei ihnen entwickelt. Beide ließen mich unglaublich an ihrem Innenleben und Gefühlen teilhaben, sodass ich am Ende sogar Tränen in den Augen hatte. Die Liebe der beiden hat wirklich viele Brücken gebaut und Hürden abgebaut.
Fazit: Eine so wichtige Geschichte, die ich bisher auf dem deutschen Buchmarkt vermisst habe (vor allem im Romance-Genre). Ich vergebe hier 4/5 Sternen, da ich lange brauchte, um mit dem Schreibstil warm zu werden.