Mal was anderes
Der Transsibieren Express ist nach längerer Pause wieder unterwegs. in knapp drei Wochen fährt er von Peking nach Moskau und durchquert dabei wieder das sagenumwobene Ödland, in dem nichts so ist, wie es scheint. Mit an Board sind jede Menge Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Das Zugkind Weiwei, welches nur im Zug wirklich daheim ist, Maria die mit falschem Namen reist und den frischen Verlust ihres Vaters verkraften muss, der Professor, der bereits unzählige Male mitgereist ist und noch viele mehr. Die Stimmung im Zug ist angespannt nach der letzten Durchquerung. Doch der Grund hierfür ist vergessen und nicht mehr zu eruieren. Und während der Zug langsam dahin fährt, wissen die Menschen im Zug nicht mehr genau was wahr und was nur erdacht ist. Ein spannendes Buch, welchem ich kein wirkliches Genre zuordnen kann. Vielleicht modernes Science Fiction gepaart mit altertümlichen Steampunk? Legt mich nicht darauf fest.Letztlich spielt es auch keine Rolle, welches Genre genau zutrifft. Was wohl eine Rolle spielt, ist wie ich das Buch allgemein zu lesen fand:Ich konnte mich gut in alle Charaktere einfühlen und fand auch die Perspektivwechsel sehr angenehm. Man fühlte sich wirklich als Teil des Zuges und war gespannt, wie es weiter gehen würde. Die Charaktere waren gut herausgearbeitet und man konnte sich wirklich gut ein Bild von allen wichtigen Figuren machen. Ein paar Sachen in der Handlung konnte man vorhersehen, vieles jedoch überhaupt nicht. Gerne hätte man das ein oder andere Mal eine Figur geschüttelt um ihr etwas zu sagen. Da ich es als ebook gelesen habe, musste ich stets blättern, da man die Zugaufteilung vom Anfang das Ganze Buch über braucht. Das ist vermutlich in der print Ausgabe angenehmer.Definitiv ein Buch, welches ich allen weiterempfehle, die gerne mal gedanklich zu einem ganz anderen Ort reisen wollen, die mal ein anderes Fantasy Buch lesen wollen und vermutlich auch den Zugenthusiasten :)