Maddie Wright ist voll eingespannt. Seit einiger Zeit ist die Parkinson Erkrankung ihres Vaters schlimmer geworden und sie hat einen großen Teil der Pflege übernommen. Maddie ist erst Fünfundzwanzig und einen anstrengenden Job im Sekretariat eines Theaters hat sie auch. So langsam muss sich in ihrem Leben etwas ändern. Als Maddies Mutter für einen längeren Besuch aus Ghana nach London zurückkehrt, fasst Maddie den Entschluss, jetzt zieht sie aus. Recht schnell findet sie einen Platz in einer Wohngemeinschaft. Wird das wirklich die Änderung bringen, die sie sich wünscht? Die Verantwortung für die Familie trägt immer noch sie.Wenn Maddie mit ihren Dienstagsklamotten losgeht oder erstmal das Internet fragt, wenn sie überlegt, wie sie ein Problem angehen soll, könnte sie schon etwas speziell wirken. Doch immer hat sie ihren Vater in Gedanken und versucht ihn nicht spüren zu lassen, dass sie sich eigentlich ein wenig überfordert fühlt. Ihr älterer Bruder ist eigentlich nie da und ihre Mutter lebt im Grunde mehr in Ghana als bei ihrem Mann in London. Nun ist sie erstmal da. Auch das Klima an Maddies Arbeitsstelle ist nicht gerade freundlich. Wie es so ist im Leben, Maddie braucht das Geld. Das Cover dieses Romans ist sehr auffällig und farbenfroh gestaltet, so dass man neugierig wird und das Buch unbedingt mal in die Hand nehmen möchte. Und wenn es dann nicht sofort den Weg ins eigene Regal findet, irgendwann ergibt sich die Gelegenheit, zu der man zugreifen muss. Nach der Lektüre hat sich das gute Gefühl, dass einem das vorsichtige Betasten des Buches gegeben hat, bestätigt. Dieser Familienroman liest sich sehr angenehm. Maddie spricht zu einem. Sie erzählt einen Ausschnitt ihrer Geschichte, der besonders turbulent ist. Es passiert viel und nicht alles ist einfach so wegzustecken. Wie Maddie damit umgeht, macht Mut. Auch aus einer schwierigen Situation kann man gestärkt hervorgehen. Sehr schön.