Ein origineller Mäusekrimi mit viel Wortwitz, Mitratespaß und großartigen Illustrationen. Wir wollten gar nicht mehr aufhören zu lesen!
Monsieur Mausebart mag zwar eine Maus sein, doch als weltberühmter Meisterdetektiv tritt er mit großem Selbstbewusstsein auf. Kaum ist er in Bath angekommen, wartet auch schon sein erster Fall auf ihn: Der Restaurantbesitzer Gustav Giftzahn ist verschwunden. Gemeinsam mit seinem neuen Gehilfen Mopsi folgt Mausebart den Spuren des Bösewichts - und gerät dabei selbst immer wieder in brenzlige Situationen. Mir hat diese originelle Geschichte von Anfang an Spaß gemacht, denn sie verbindet einen unterhaltsamen Kriminalfall mit herrlichem Wortwitz und vielen überraschenden Ideen. Gedanken zum Comic-RomanMit seinem kräftigen Gelb zieht das Cover sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Besonders gelungen ist die runde Ausstanzung, die als Lupe gestaltet ist. Dadurch scheint es, als würden wir bereits durch sie einen ersten Blick in das Innere der Geschichte werfen. Monsieur Mausebart steht mit Monokel, Lupe und gelbem Mantel direkt im Mittelpunkt und macht sofort neugierig auf seinen ersten Fall.Der Comic-Roman überzeugt mit viel Humor, liebevollen Details und zahlreichen sprachlichen Einfällen. Beim Lesen kann man mitfiebern, mitraten und immer wieder schmunzeln. Besonders schön finde ich, wie bekannte Begriffe und Marken spielerisch verdreht werden. So trägt ein Blechbüchsenauto beispielsweise den Namen "Bohn-M-W". Solche Ideen passen wunderbar zur Mäusewelt und sorgen dafür, dass es beim Lesen immer wieder etwas zu entdecken gibt.Auch der Schreibstil passt hervorragend zur Geschichte. Die Texte sind gut verständlich und abwechslungsreich gestaltet. Geräusche, Ausrufe, Sprechblasen und unterschiedliche Schriftarten verleihen den Szenen zusätzlich Dynamik und lassen sie beinahe hörbar werden. Dadurch bleibt das Lesen leicht, kurzweilig und unterhaltsam.Die Illustrationen von Charley Rabbit machen den besonderen Reiz des Buches aus. Sie sind ausdrucksstark, detailreich und auf wenige Farben reduziert. Vor allem Schwarz, Weiß und Gelb prägen die Seiten und geben dem Comic-Roman einen unverwechselbaren Look. Meinem Kind und mir hat es besonders gefallen, gemeinsam durch die Seiten zu blättern und immer wieder neue Details zu entdecken.Monsieur Mausebart ist eine herrlich eigenwillige Figur: ein bisschen eitel, sehr überzeugt von sich selbst und trotzdem unglaublich charmant. Zusammen mit seinem neuen Gehilfen Mopsi entsteht ein Ermittlerduo, von dem ich sehr gerne noch mehr lesen würde.FazitMeisterdetektiv Mausebart - Wo ist Gustav Giftzahn? ist ein rundum gelungener Comic-Roman, der mit seiner einfallsreichen Geschichte und seinen liebenswerten Figuren bestens unterhält. Die Geschichte lädt zum Miträtseln ein, überrascht immer wieder mit originellen Einfällen und macht einfach gute Laune. Besonders schön ist, dass der Kriminalfall kindgerecht erzählt wird, ohne dabei zu schlicht zu wirken. Für uns war das gemeinsame Lesen ein echtes Highlight, denn wir wollten jeden Abend unbedingt wissen, wie der Fall weitergeht. Darum wir hoffen sehr, dass Monsieur Mausebart bald in ein neues Abenteuer stolpert.