Zu Beginn konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen, die scharfzüngige Art und der Humor von Sybil, unserer Protagonistin, haben mir sehr viel Freude bereitet. Der Schreibstil ist super um das Buch in einem Rutsch zu lesen, ohne jedoch dabei zu "platt" zu wirken.
Im Laufe der Briefe hat sich für mich die Geschichte ein wenig verloren. Es wurde nur geringfügig neues thematisiert bzw. ist generell wenig passiert.
Der Roman ist insgesamt eher ruhig und lebt eher von der Atmosphäre und den Charakteren.
Gegen Ende hat mich die Geschichte dann noch mal richtig gepackt, auch der Nebenstrang, in dem es um die Kinder von Sybil geht, hat mir gut gefallen. Es werden sehr viele Emotionen durchlebt, Trauer, Freude, Verlegenheit, Angst etc. Jedoch blieben diese für mich eher etwas abstrakt. Die Figuren hingegen wirkten allesamt sehr echt, als würde man wirklich echte Briefe von ihnen lesen.
Insgesamt ein ruhiger Roman, der sicherlich vielen gefallen wird und der sich wunderbar lesen lässt.