Das Buch Das Beste sind die Augen wurde von Monika Kim geschrieben. Es ist im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Die Autorin ist koreanische Amerikanerin, die den koreanischen Aberglauben, zu dem auch das Essen von Fischaugen gehört, von ihrer Mutter gelernt hat. Ihr Hintergrund (Koreanerin in Amerika) ist mit in die Geschichte eingeflossen.
Eine erste Idee, warum das Buch diesen Titel hat, bekommt man bereits auf den ersten Seiten. Ob es noch einen weiteren Zusammenhang zwischen dem Buchtitel und der Geschichte gibt und warum auf dem Cover die Augen nicht wie Fischaugen aussehen, wird an dieser Stelle nicht verraten. Sehr gut gefällt mir, dass auch die Seitenkanten mit einem Motiv versehen sind.
Dass sich das Buch mit dem bei manchen Männern vorhandenen großkotzigen, egozentrischen und frauenunterdrückenden Verhalten auseinandersetzt und dass sich die Ich-Erzählerin dagegen wehrt, finde ich gut. Allerding sind Teile ihrer Verteidigungsstrategie definitiv übertrieben bzw. hängen mit ihrer sehr schrägen Vorliebe zusammen. Das zieht leider den eigentlich ernsten Hintergrund der Geschichte etwas ins Lächerliche. Die weiteren Themen, wie unterschiedliche Kulturen, die aufeinandertreffen oder auch das Menschen oft sich die gleiche Art von Partnern suchen, obwohl sie schlechte Erfahrung gemacht haben, finde ich auch interessant und regen zum Nachdenken an.
Ich tue mich auf Grund der sehr detailliert beschriebenen, teilweise blutigen Szenen schwer, die Geschichte als Roman zu bezeichnen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass nicht nur im Klappentext, sondern bereits auf dem Buchcover Hororroman stehen würde. Denn aus meiner Sicht ist es nichts für schwache Nerven.
Eine ungewöhnliche Geschichte mit ernsten Hintergründen, die allerdings auch schräg und gruselig ist.