Die MacBrides betreiben eine abgelegene Schaffarm im australischen Hinterland. Es ist ein gutes Miteinander, dass sie als Familie leben, bis etwas passiert. Bei einem Autounfall kommen der Vater Phil und einer der beiden Söhne ums Leben. Matthew, der ebenfalls im Wagen sitzt, überlebt schwerverletzt. Ein schwerer Schicksalsschlag, doch Dank Lorna, der Mutter des Jungen, gibt es ein Danach. Sie betreibt die Farm weiter, kann sich dabei auf verlässliche Leute stützen und auch Tochter Rosie und, soweit möglich, auch Matt, dessen Wiederherstellung eine lange Zeit in Anspruch nimmt, bringen sich ein, um 'ihr Zuhause' zu bewahren. Ihr Leben, irgendwann fühlt es sich wieder gut an. Aber Menschen entwickeln sich und Rosie bricht in späteren Jahren für einige Zeit aus der Gemeinschaft aus. Doch dann wird die Familie wieder wichtig. Eine schreckliche Entscheidung schafft Unaussprechliches, ein zweites Mal und trotzdem tut man einfach, was man tun muss, weitermachen.
Diese Geschichte ist ein Erlebnis, unglaublich in dem Empfinden, das sie seinen Lesern schenkt. Man ist so nahe dran, wenn diese Familie mit erhobenem Kopf, jedem neuem Schicksalsschlag zum Trotz, einfach weitermacht, weil es nun mal so funktioniert, das Leben. Man leidet mit, trauert mit und ist so unfassbar angetan von diesen Menschen, wenn sie sich, mit Mut und Würde, nicht unterkriegen lassen. Und drumherum das karge Hinterland Australiens, das sich mit seiner sandigen rauen Natur als Teil des Ganzen zeigt und uns tiefe Einblicke gibt in die Realität dieses Kontinents.
Ein ungeheuer kraftvolles Buch, das seinesgleichen sucht und noch lange nachklingt.