Vor einigen Monaten habe ich von Peter Grainger Ein unglücklicher Tod (1.Teil der Reihe) gelesen und damit hat der Autor mich gut unterhalten und mit seinem Schreibstil überzeugt, wobei dies gewiss auch der guten Übersetzung durch Peter Torberg zu verdanken ist.Joan Riley, eine Bewohnerin im Altenheim Rosemary House, stirbt im Sessel ihres Zimmers sitzend. Als die herbeigerufene Ärztin ungeklärte Umstände ankreuzt, geht dieser Fall, nachdem eine Heroin Vergiftung festgestellt wurde, an die Abteilung der Polizei in Norfolk und dieser Fall wird an DS Smith übergeben. Mit einem kleinen Team ermittelt er im Heim und Umfeld der Bewohner. Mit glasklaren Verstand und hervorragender Kombinationsgabe sowie dem nötigen Zufall findet Smith so allerhand heraus.Es macht Freude diesen Fall zu verfolgen, denn neben dem Fall wird auch viel von Bürokratie und Hierarchie deutlich. Dabei wird ein Szenario aufgebaut, das die Neugier weckte, wie Smith sich entscheiden und reagieren wird. Damit ist die Vorfreude auf den nächsten Teil da, obwohl dieser Fall beendet ist. Man kann das Buch also auch sehr gut als Einzelfall lesen.Nachdem im ersten Fall relativ viel Action war, gestaltet sich dieser Fall eher ruhig, ist gut durchdacht und die Thematik regt zum Nachdenken und spricht persönlich an. Das hat mir gut gefallen. Auch, dass man Smith's Lösungen stets gut nachvollziehen kann und man selbst gut mitdenken kann, hat mir zugesagt. Dieser cozy Krimi liest sich angenehm fließend, ist spannend aufgebaut und er schafft es, Charaktere, Ereignisse, Ermittlungsarbeit und sogar das Wetter, so anschaulich darzustellen, dass man meint, dabei zu sein. Ich hatte eine schöne, entspannte und gleichzeitig spannende Lesezeit im verschneiten England, die ich sehr genossen habe.