Bei 'Warm me in Winter' handelt es sich um den mittlerweile fünften Band der Dream Harbor Reihe. Ich habe mich schon gefreut, wieder in die Kleinstadt zurückzukehren und ein neues Pärchen zu begleiten. Das Cover ist vom Stil her ähnlich wie die vorherigen Bände, gefällt mir persönlich mit den Rottönen und der Lichterkette sehr gut. Es strahlt gleich eine gewisse Gemütlichkeit aus, die man auch in der Geschichte wiederfindet. Die Geschichte sind jeweils in sich abgeschlossen, jedes Mal steht ein anderes Pärchen im Fokus, aber man freut sich immer wieder über ein erneutes Treffen mit den Figuren aus den vorherigen Bänden. Dieses Mal geht es um Annie, die Inhaberin der örtlichen Bäckerei, und den Barbesitzer Mac, die sich immer wieder gegenseitig auf die Palme bringen. Durch die Hochzeitsplanung für gemeinsame Freunde müssen die beiden gezwungenermaßen zusammenarbeiten und merken dabei, dass der Gegenüber vielleicht doch nicht so nervig ist, wie gedacht.
Ich mochte die Geschichte von Annie und Mac gerne, die Rückkehr nach Dream Harbor fühlt sich mittlerweile wie ein Nachhausekommen an und man trifft den ein oder anderen liebgewonnenen Charakter wieder. Laurie Gilmore gelingt es, eine gemütliche Grundatmosphäre herzustellen, sodass man sich in die Handlung hineinfallen lassen und Annie und Mac begleiten kann. Gerade Annie hegt eine starke Abneigung Mac gegenüber, was sie ihn immer wieder spüren lässt, was die zunächst ein wenig unsympathisch erscheinen lässt, doch dank der Rückblicke in die gemeinsame Vergangenheit kann man nachvollziehen, warum dies so ist und sie besser verstehen. Durch die kurzen Kapitel und gerade auch durch die hitzigen Wortgefechte und dem ein oder anderen Schlagabtausch zwischen den beiden lässt sich die Geschichte leicht verfolgen und durch den angenehm zu lesenden Schreibstil kann man sich gut auf die Handlung einlassen. Der spice hält sich dieses Mal relativ im Rahmen, im Vergleich zu den anderen Bänden, in denen mir der spice teilweise zu viel wurde, ist es hier vergleichsweise kurz gehalten, was mir besser gefallen hat.
Insgesamt wieder eine gute Geschichte aus Dream Harbor, die Gemütlichkeit für einen herbstlichen oder winterlichen Nachmittag bietet und dazu einlädt, ein wenig vom Alltag abzuschalten und in der Kleinstadt zu entspannen.