Der Ich-Erzähler hat keinen Namen, war früher Söldner und hat gegen Geld für andere Leute deren Probleme aus der Welt geschafft. Jetzt nimmt er keine Aufträge mehr an. Illusionslos lebt er in den Tag hinein, macht sogar eine Therapie um die psychischen Folgen seiner früheren Tätigkeiten aufzuarbeiten. Ein scheinbar unauffälliger Mann, durchschnittlich und leicht zu übersehen eine gescheiterte Existenz.
Als Hartz IV-Empfänger besucht der Protagonist der Geschichte eines Tages das Jobcenter und wird am helllichten Tag auf dem Parkplatz von einem Mann mit einer Maschinenpistole bedroht. Sofort werden lange verborgene Überlebensinstinkte geweckt, der Entführungsversuch abgewehrt und der ehemalige Auftragskiller wird nach zwei Jahren Nichtstun von einem Moment zum anderen zurück in die Vergangenheit katapultiert.
Was geschah damals in Afrika wirklich? Wohin ist das Geld aus dem Geldtransport, den er im Kongo begleitete, verschwunden? Warum sind plötzlich so viele Leute hinter dem Geld her? Und das Wichtigste: woher kommen seine Gedächtnislücken?
Geld stirbt nicht entwickelt sich schnell zu einem rasanten und actionreichen Krimi mit Verfolgungsjagden, Schießereien und allem was dazu gehört. Wegen der vielen dubiosen Figuren und Wendungen habe ich allerdings so manchmal den Überblick verloren. Zudem wurde die Geschichte an manchen Stellen durch die sich wiederholende Vorgehensweise und die zu oft erwähnten gleichen Gedanken der Hauptfigur, langatmig. Darüber hinaus vermisste ich Tiefe und manches erschien mir doch zu unglaubwürdig.
Der Schreibstil ist flüssig lesbar, präzise, klar und kommt ohne unnötige Schnörkel aus. Der trockene, manchmal schwarze, Humor passt gut zum Geschehen.
Trotzdem konnte ich mich nicht so richtig mit dem Buch anfreunden. Das liegt wohl daran, dass ich immer Actionfilme und Helden á la James Bond im Hintergrund hatte.
Bei den Charakteren vermisste ich Persönlichkeit und Emotionen. Fast alle wirkten oberflächlich und eindimensional.
Da mir das Thema der Geschichte und auch der Erzählstil des Autors gefallen und mich unerwartete Wendungen gut unterhalten haben, bekommt das Buch vier Sterne von mir.
Eine Leseempfehlung für alle, die rasante unterhaltsame Krimis mit viel Aktion lieben.