Ein wunderbarer Start in die Wayfarers-Reihe ¿ perfekt für Sci-Fi-Neulinge, Fans von Found-Family-Geschichten
Manchmal liest man ein Buch und hat einfach das Gefühl, Teil einer Familie, Teil einer Crew zu sein. Genau so ging es mir hier. Trotz der sehr unterschiedlichen Figuren - und Spezies - war sofort dieses Gefühl von Zusammenhalt da.Am meisten beeindruckt hat mich an diesem Buch, wie Becky Chambers die kulturellen und philosophischen Unterschiede der verschiedenen Spezies eingeflochten hat. Gerade auch die unterschiedlichen Sichtweisen auf Sexualität und Beziehungen waren faszinierend. Selbst kleine, unscheinbare Details zu Traditionen oder Kommunikationsarten haben mein Kopfkino angeschmissen. Es fühlte sich fast an, als würde ich eine ethnologische Studie in Romanform lesen - nur gemütlicher und unterhaltsamer.Der Schreibstil ist angenehm, flüssig, und diese Mischung aus Cozy Vibes und plötzlichen, spannenden Momenten hat mich komplett abgeholt.Mein einziger Kritikpunkt, sodass es leider knapp kein Highlight wurde: Die Crew war mir fast zu lieb. Natürlich ist es schön, wenn alle empathisch und rational reagieren, aber bei so unterschiedlichen Hintergründen hätte ich mir an manchen Stellen mehr Reibung gewünscht. Ein paar Konflikte hätten der Dynamik noch mehr Tiefe gegeben.Fazit: Ein wunderbarer Start in die Wayfarers-Reihe - perfekt für Sci-Fi-Neulinge, Fans von Found-Family-Geschichten und alle, die Lust auf einen ethnologisch inspirierten Blick ins All haben. Warmherzig, vielfältig und trotzdem mit etwas Action. Es wird einem einfach nie langweilig. Band 2 steht bereits im Regal!