Skurril, ruhig und irgendwie wunderschön ¿ auch wenn ich die Botschaft und das Ende nicht ganz greifen konnte.
Elefant von Martin Suter ist definitiv kein typisches Buch - und genau das macht es so besonders.Der Einstieg war für mich erstmal etwas ungewohnt, vor allem wegen des Schreibstils. Ich musste mich erst daran gewöhnen, aber sobald ich drin war, hat mir der Anfang trotzdem gut gefallen und ich konnte mich auf die Geschichte einlassen.Die Hauptfigur wirkt auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich - ein obdachloser Mann - aber genau das macht ihn irgendwie sympathisch. Trotz seiner Situation hat er etwas Warmes an sich, das man schnell spürt.Die Grundidee mit dem Elefanten ist erstmal total absurd, aber gleichzeitig auch unglaublich schön. Gerade die Momente zwischen ihm und dem Elefanten sind mir besonders im Kopf geblieben - sie haben dem Buch eine ganz eigene, fast magische Atmosphäre gegeben.Insgesamt ist die Geschichte eher ruhig erzählt, mit einzelnen spannenderen und auch leicht unbehaglichen Momenten. Trotzdem hatte ich beim Lesen durchgehend ein wohliges Gefühl, was ich gar nicht erwartet hätte.Der Schreibstil bleibt besonders: gewöhnungsbedürftig, aber gleichzeitig auch sehr schön und passend zur Geschichte. Man muss sich darauf einlassen, dann funktioniert er richtig gut.Das Tempo war insgesamt angenehm, auch wenn es kleine Längen gab. Aber das hat für mich nicht wirklich gestört, weil das Buch eher vom Gefühl lebt als von Spannung.Was ich allerdings sagen muss:<br data-start="2234" data-end="2237">Ich habe die Botschaft nicht komplett greifen können - und auch das Ende hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt gefallen, einfach wegen der Stimmung und der besonderen Art der Geschichte.Es ist definitiv kein Buch, zu dem ich normalerweise greifen würde - aber gerade deshalb war es eine spannende Erfahrung.