Worum gehts?
Strafverteidiger Björn wird von seiner Frau gezwungen, seine Eignung als Familienvater durch den Besuch eines Achtsamkeits-Coaching unter Beweis zu stellen. Durch sein neu erlerntes Wissen kann er dem Stress auf der Arbeit ganz neu begegnen und entledigt sich seiner Probleme seit dem auf eher kreative Weise.
Meine Meinung:
Titel und Idee sprechen mich tatsächlich schon seit einigen Jahren an, weshalb ich mir selbst nicht so richtig erklären kann, warum ich so lange um dieses Buch herumgeschlichen bin. Die wirklich ungewöhnliche Herangehensweise an einen Krimi hat mich beim Lesen nämlich wirklich gut unterhalten können, auch wenn das Konzept dieser Reihe definitiv ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist.
Mein Lesefluss war tatsächlich bis zum Schluss sehr hoch, ich bin schnell durch die Geschichte gekommen und hätte auch eigentlich direkt mit Band zwei weitermachen können. Wirkliche Hochspannung kommt dabei zwar nicht auf, bei Krimikomödien würde ich das allerdings auch eher weniger erwarten.
Protagonist Björn war bei mir einer der seltenen Fälle, in denen ich eine Figur überhaupt nicht leiden konnte, das Buch aber deswegen trotzdem nicht abgebrochen habe. Seinem Charakter haben meiner Meinung nach tatsächliche Wertevorstellungen gefehlt, auch wenn ich mir sicher bin, dass die Geschichte auch nur so wirklich funktioniert. Seine Sicht auf die Welt, Kriminalität und seine Mitmenschen funktioniert gut als Projektionsfläche für die verschiedenen Achtsamkeitslektionen, die den Kapiteln vorangestellt sind, zu einem wirklichen Sympathieträger macht ihn das in meinen Augen aber weder zu Beginn, noch zum Ende der Geschichte.
Fazit:
Dass Achtsamkeit zum Ziel führen kann, ist auf jeden Fall eine sehr wichtige und hier sehr unterhaltsam verpackte Botschaft. Dass dabei vielleicht manchmal die Tiefe der Geschichte ein bisschen leidet, ist für mich allerdings recht gut zu verschmerzen, da man eben auch mal mit einem Augenzwinkern auf den ein oder anderen Aspekt des Buches schauen muss und trotzdem sehr gut unterhalten werden kann.
Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.