So wie ich Stephen King kenne, muss das wohl einer seiner nettesten Geschichten gewesen sein. Er hat darauf geachtet, dass das nicht schlimm sein wird, weil die Hauptperson eben ein 9jähriges Mädchen ist.
Ein Mädchen, das sich im Wald verirrt und auf sich allein gestellt ist. Tolle Waldbeschreibungen, verständliche Gedanken und Reaktionen des Mädchens (das für sein Alter recht groß ist, wie es auch im Buch steht). Es gab ein paar Szenen die mir sehr gefallen hatten, ihr Phantasiebegleiter Baseballspieler Tom Gordon, die unbekannte und unbenannte Gefahr die dort im Wald gelauert hat, ein unnötiges und nicht weiter beschriebenes Zwischenereignis was nur ärgerlich war und trotdem Spaß gemacht hat...
Die Geschichte läuft schnell, auch wenn nicht wirklich Vieles im Wald passiert, was ich bisschen schade fand, denn es könnte viel interessanter aufgebaut sein. Man liest aber nur wie das Mädchen sich im Wald verhält und weiter verläuft, wegen die Eltern es nur beweinen (außer ein paar kleine Rückblenden aus der Sicht des Mädchens erfahren wir nichts anderes über die Eltern und wie sie sich ansonsten in all dieser Tage verhalten, außer dass sie es an der Nacht wo sie sich verlaufen hat sie es auf dem Bett tun - typisch King). Da die Geschichte aber im Gegensatz zu anderen Bücher eher klein ist (weniger als 300 Seiten), ist es einfach ok. Anspielungen auf Gott/Gottern sind wieder sehr viele, weil Stephen es einfach mag, religiöse Menschen zu ragebaiten, aber am Ende wirkt alles doch ordentlich gerechtfertigt. Schade, dass man für manches nicht wirklich eine Erklärung bekommt.
Insgesamt ist das Buch nicht so krass, aber kann schnell und mit einer Prise Spannung gelesen werden.