Ich habe "Tod auf Madeira" während eines Madeira-Urlaubs gelesen - und wahrscheinlich hat genau das einen großen Teil dazu beigetragen, dass mir das Buch so gut gefallen hat. Ich liebe die Insel und war bereits viele Male dort, deshalb war es für mich besonders schön, beim Lesen an bekannte Orte und Landschaften zurückzukehren und gleichzeitig mitten in einem Kriminalfall zu sein.Die Geschichte ist eher ruhig erzählt und nimmt sich viel Zeit für das Madeira-Flair. Ich kann mir vorstellen, dass mir das Buch unter anderen Umständen stellenweise etwas langatmig oder vielleicht sogar langweilig vorgekommen wäre. Im Urlaub auf Madeira hat es für mich dagegen wunderbar gepasst: Ich hatte Zeit, wollte gar nicht unbedingt ein hohes Erzähltempo und konnte die Atmosphäre richtig genießen.Normalerweise bin ich außerdem kein großer Fan davon, wenn in einem Krimi eine Liebesgeschichte eine größere Rolle spielt. Hier hat mich das überraschenderweise überhaupt nicht gestört. Die romantische Seite hat für mich gut zur Geschichte und vor allem zur entspannten Urlaubsstimmung gepasst.Für mich war "Tod auf Madeira" deshalb die perfekte Lektüre für genau diesen Urlaub: ein unterhaltsamer, atmosphärischer Krimi, viel Madeira und eine Geschichte, in die man sich gemütlich hineinlesen kann. Wer die Insel liebt oder eine entspannte Krimilektüre für den Madeira-Urlaub sucht, dem kann ich das Buch durchaus empfehlen.