Eigentlich wollte HK Andreas Brander mit seiner Frau Cecilia und Adoptivtochter Nathalie ein gemütliches Adventwochenende verbringen. Doch daraus wird nichts, denn seine Kollegen wollen Nathalie zum Tod ihrer Mutter, die man tot aus dem Fluss gezogen hat, befragen. Fremdverschulden ist nicht ausgeschlossen und Nathalies schlechtes Verhältnis zu ihrer alkoholkranken Mutter ist ja den Behörden hinlänglich bekannt. Die junge Frau fällt sofort in ihr früheres Verhaltensmuster, alles scheiße zu finden zurück. Diesen Fall übernehmen Branders Kollegen, doch der stellt gemeinsam mit seiner Frau Cecilia seine eigenen Überlegungen an. Wenig später wird auf dem Firmengelände einer Reinigungsfirma eine Leiche einer Frau gefunden. Der Inhaber und die Arbeiter beteuern die Tote noch nie gesehen zu haben. Die Ermittlungen gestalten sich als zäh, doch bald kommt heraus, dass in dieser Reinigungsfirma doch nicht alles so sauber ist, wie man den Polizisten versichern möchte. Zudem soll der Fall bis zum Weihnachtsfest abgeschlossen sein .... Meine Meinung: In diesem, seinem 10. Fall hat es Andreas Brander nicht leicht. Nachdem er den Tod von Nathalies Mutter wegen Befangenheit nicht selbst untersuchen darf und ihm sein Team auch (fast) keine Informationen zukommen lässt, rotiert er ziemlich. Die Ermittlungen zur Toten in der Reinigungsfirma können ihn auch nur stundenweise ablenken. Autorin Sybille Baecker versucht ihre Leserschaft mit zahlreichen Hinweisen, die zum Teil in einer Sackgasse enden aufs Glatteis zu führen. Ob es gelingen wird, beide Fälle bis zum Weihnachtsabend zu lösen, verrate ich jetzt nicht. Diese Krimireihe besticht durch ihren fesselnden Schreibstil sowie durch die gelungenen Charaktere. Jede Figur hat so ihre Ecken und Kanten, dennoch ist der Autorin wichtig, Brander und seinem Team ein Familienleben zu gönnen, auch wenn es manchmal Zores gibt. Fazit: Ein gelungener Krimi, der bis zur letzten Seite fesselt und daher 5 Sterne verdient.