Meine Rezension ist auf die angesprochenen Themen im Buch bezogen. Jede Autorin und jeder Autor, macht sich Gedanken, welche Themen im Buch angesprochen werden. Ich bin der Meinung, dass wir uns viel mehr mit diesen auseinandersetzen sollten.Straftaten können schwerwiegende Folgen für die Opfer und deren Angehörige bedeuten. Sexualisierte Gewalt ist eines der schlimmsten Verbrechen, die ein oder mehrere Menschen, einem anderen antun können. Die Gleichgültigkeit, mit der solche abscheulichen Verbrechen begangen werden, ist immer wieder erschreckend.Oftmals zeigen sich der oder die Täter uneinsichtig und versuchen, dem Opfer die Schuld in die Schuhe zu schieben. Dies ist eine weitere Belastung für Betroffene und deren Angehörige, schließlich sind die Menschen, die solche Straftaten über sich ergehen lassen mussten, in der Beweispflicht, dass die Dinge nicht im einvernehmlichen Einverständnis geschehen sind.Nicht nur das Opfer hat mit dem Erlebten zu kämpfen, sondern auch die Angehörigen. Sie sind diejenigen, die als erste hautnah mitbekommen, in welchem emotionalen Gefängnis die Betroffenen leben. Die psychischen Probleme, die Angehörige dadurch bekommen können, sollten nicht unterschätzt werden.Besonders die Menschen, die dazu gezwungen werden, solche schwerwiegenden Straftaten mit anzusehen, sollten nicht ignoriert werden. Durch die auftretenen psychischen Probleme, können diese Menschen, ein Handeln entwickeln, das niemand stoppen kann. Dadurch kann ein Hass entstehen, der schlimmer ist, als alles, was man sich vorstellen kann.Um das Handeln von Menschen zu verstehen, muss man sich die Zeit nehmen, um die Hintergründe zu verstehen. Warum z.B. verachten Kinder den Vater? Hat dies u.a. mit Gewalt zu tun, welche er der Mutter angetan hat? Schuld, die ein Mensch auf sich nimmt, weil er die Hand gegen einen anderen erhebt, kann niemals begründet werden.Die Gewalt, die einige Familienmitglieder erleben müssen, wird oftmals nicht wahrgenommen, weil eine Scheinwelt aufgebaut worden ist. Im Grunde gibt es nur wenige Möglichkeiten, dieser Gewalt zu entfliehen - sich bei Anlaufstellen Hilfe holen, den Gewalttäter verlassen oder dieser beendet seine Gewaltbereitschaft und macht eine angemessene Therapie.Dennoch muss eins klar gesagt werden: "Gewalt, egal in welcher Form, darf niemals und nirgends akzeptiert werden."Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist dies für viele ein enorm schmerzhafter Verlust. Das Loslassen und das Akzeptieren, dass diese Person für immer die Erde verlassen hat, ist ein schwieriger und steiniger Weg. Ein Friedhof, ist ein Ort des Innehaltens und Gedenken. Hier ist es möglich sich den geliebten Menschen nahe zu fühlen.Es ist klar, dass ein Friedhof auch Ängste hervorrufen kann. Der Zauber, der ein solcher Ort aber hervorrufen kann, muss verstanden werden. So schmerzhaft die letzte Ruhestätte auch ist, sie gibt einem jeden die Möglichkeit, dem anderen, jeden Tag die Ehre zu erweisen und zu zeigen, dass man die Person nicht vergessen hat. Ein Mensch ist wirklich erst tot, wenn man ihn nicht mehr im Herzen und Bewusstsein trägt.