Wer sich unangestrengt und dennoch formidabel unterhalten lassen möchte, ist hier genau richtig
Die im "Dank" gemachte Aussage trifft das hier durchaus amüsant Niedergeschriebene auf den Kopf: "Ein Roman sollte in erster Linie nicht wahr, sondern lesenswert sein." Wobei die Grundlage des Geschehens (Bilder der Künstlerin Irma Stern) durchaus auch einen gewissen Informationscharakter haben. Wer bislang Schwierigkeiten in der Unterscheidung zwischen Expressionismus und Impressionismus gehabt haben sollte, diese Schwierigkeit wir hier locker aus dem Weg geräumt. Und auch die Verbindung zu Adolf (klar ist, wer hier in diesem Zusammenhang gemeint sein könnte) ist höchst interessant zu lesen.Ansonsten gibt es - wie immer bei diesem Autor - eine mit Kalauern gefüllte Geschichte, die dennoch nicht flach daherkommt. Es ist allerdings Geschmackssache, ob man sie über so viele Seiten fast ausschließliche schenkelklopfend durch die Lektüre bewegen möchte. Die Erzählung spielt auf zwei Kontinenten (Europa und Afrika, hauptsächlich in Schweden) und hat etwas mehr als eine Handvoll Akteure im Schlepp, die der Geschichte immer wieder neue Impulse geben, unerwartet im Aufkommen und der Lösung. (11.8.2026)