Killerbot und der anormale Todesfall - Eher eine Novelle, aber spannend und unterhaltsam.
Auf Preservation Station kommen selten Menschen auf unnatürliche Weise ums Leben. Und wenn, dann durch Unfälle oder bedingt durch Alkohol oder Ähnliches. Ein Mord, wie Killerbot ihn nun vor sich sieht, in einem Korridor, der einfach nur eine Abkürzung zwischen Arbeits- und Wohnviertel ist und eine kaum existente Gefahrenbewertungsstufe hat, ist ein Novum für Preservation Station. Dazu ist das Opfer auch noch unidentifzierbar und der Täter hat keinerlei Spuren hinterlassen.Mein EindruckÜbertragungsfehler ist der dritte Band der Killerbot-Reihe von Martha Wells. Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern ist Übertragungsfehler aber eher eine Novelle und entsprechend kurz ist die Geschichte diesmal ausgefallen. Dennoch bleiben natürlich der besondere Protagonist mit seinen speziellen Ängsten und sarkastischen Kommentaren und die detaillierte SciFi-Welt, die in den vorherigen Bänden aufgebaut wurde. Beides zusammen sorgt dafür, dass dieser (im Gegensatz zu den vorherigen, komplexeren Romanen) eher simple Whodunit zu einem unterhaltsamen Spektakel für Fans der Reihe wird.Killerbot übernimmt nämlich zum ersten Mal einen Beratungsjob für die Station Security von Preservation Station. Die dortigen Sicherheitskräfte sind noch nicht gänzlich davon überzeugt, dass es eine gute Idee ist, eine freidrehende SecUnit einfach so herumlaufen zu lassen und ihr Zugriff auf wichtige Systeme zu geben, damit sie ermitteln kann. Dieses Setting sorgt natürlich für einige Spannungen. Doch nachdem ein Toter gefunden wurde, der offensichtlich ermordet wurde, was auf Preservation sonst nie vorkommt, müssen sich alle zusammenreißen, auch Killerbot, der wie immer von den Menschen überfordert und von ihrer Bürokratie genervt ist. Wer würde sich da nicht lieber in eine ruhige Ecke verziehen und Medien konsumieren?Mein FazitÜbertragungsfehler ist leider recht kurz, aber dafür richtig spannend und mit dem üblichen Killerbotcharme geschrieben.