Ein harter Kriminalfall, fast wie ein Gerichtsprotokoll erzählt ¿ nüchtern, spannend und erschreckend echt.
Mit klassischen Krimis und Thrillern kann ich oft nicht viel anfangen. "Bis er gesteht" war für mich eine klare Ausnahme.Der Fall ist schon vom Thema her extrem hart: Zwei Kinder werden tot aufgefunden, und sehr schnell steht die Frage im Raum, wer dafür verantwortlich ist. Gerade weil das Ganze auf wahren Begebenheiten beruht, geht einem diese Geschichte sehr nahe.Was mir besonders gefallen hat, ist die Form. Das Buch wirkt fast wie ein Protokoll: Befragungen, Aussagen, Spurensicherung, Rechtsmedizin, psychologische Einschätzungen. Die Sprache ist nicht literarisch oder besonders komplex, aber das muss sie hier auch nicht sein. Im Gegenteil: Diese klare, nüchterne Art passt perfekt zu diesem Fall.Man merkt, dass Christine Brand als Gerichtsreporterin sehr nah an diesem Fall war. Es wirkt nicht künstlich dramatisiert, sondern sehr genau, sachlich und trotzdem unglaublich spannend. Auch die Hauptverdächtigen werden stark ausgeleuchtet, ohne dass das Buch billig psychologisiert.Sehr gut fand ich auch, dass am Schluss erklärt wird, was auf Tatsachen beruht und wo literarische Freiheit dazukommt. Gerade bei True Crime finde ich das wichtig.Für mich einer der wenigen Krimis, die wirklich funktionieren: hart, spannend, klar aufgebaut und erschreckend nah an der Realität.