*2,5 Sterne
Ich bin froh, dass ich das Buch nicht gekauft habe, sondern in einem öffentlichen Bücherschrank gefunden habe, weil es mir nich
*2,5 SterneIch bin froh, dass ich das Buch nicht gekauft habe, sondern in einem öffentlichen Bücherschrank gefunden habe, weil es mir nicht gefallen hat.Warum muss in vielen Krimis die Handlung mittlerweile so zerfasert sein? Möchte man damit eine lahme Krimihandlung kaschieren? In diesem Fall scheint es so zu sein. Aus nicht weniger als acht verschiedenen Perspektiven wird die Geschichte erzählt, sogar die Personen, die die Leichen finden, bekommen ihre eigene Perspektive und Backstory. Die Krimihandlung versteckt sich unter mehreren Nebenhandlungen und den privaten Problemen der Ermittler (natürlich!). Der Fall ist eh schon ziemlich dünn, die Auflösung unspektakulär und ohne großen Twist, aber das braucht man ja auch nicht, weil man ja noch mehre andere Geschichten parallel laufen hat (Ironie aus). Manche Autoren vergessen, dass Bücher keine TV-Serien sind und sie ihre Leser so eher zu Tode langweilen. Wäre es nicht besser, man würde die ganzen Nebenhandlungen weglassen und sich mal wieder einen richtig cleveren Fall ausdenken?Hinzu kommt für mich auch noch, dass die handelnden Figuren (und das Ermittlungsteam allgemein) sehr unsympathisch sind. Von Sebastian Bergman ist man das ja schon gewöhnt und hat es auch irgendwie akzeptiert, aber die anderen Charaktere sind nicht besser. In diesem Team herrscht nur Missgunst, es wird intrigiert, einander angeblafft, man beleidigt sich und ist voneinander genervt. Das darf es natürlich mal geben, aber als Leser möchte ich das nicht dauerhaft, sonst habe ich irgendwann keinen Spaß mehr an den Figuren.Jemand, der grundsätzlich alle Bücher einer Reihe liest, wird sicherlich auch dieses lesen, aber ansonsten würde ich von diesem Buch eher abraten. Es gibt deutlich bessere Bände dieser Reihe. Vielleicht ist es dann ratsamer, eher noch einmal einen alten Teil zu lesen.