Die Protagonisten waren sympathisch, wenn auch nicht gerade sehr erwachsen handelnd.
Lauren fährt nach fünfzehn Jahren erstmals wieder nach Aberlundy, wo sie viele Erinnerungen an ihre Tante Edwina und auch ihre erste grosse Liebe Scott hat. Aber Scott hat ihr das Herz gebrochen und so ist sie dem Dorf ferngeblieben. Und auch Edwina ferngeblieben - jetzt ist sie tot. Lauren will den Verkauf des geerbten Buchladens regeln und dann nach Edinburgh zurückkehren. Hoffentlich läuft sie Scott nicht über den Weg. Selbstverständlich passiert genau das und Lauren merkt, dass immer noch grosse Gefühle für ihn da sind...Erster Eindruck: Ein winterlich-weihnächtliches Cover, etwas kitschig, aber das darf es bei mir in der Weihnachtszeit auch sein.Auf der Fahrt in das schottische Dorf Aberlundy hat Lauren viel Zeit, über Gott und die Welt nachzudenken. Oder eben über Scott und Aberlundy. Einerseits ist sie von Schuldgefühlen geplagt, da sie Edwina nicht mehr besucht hat, andererseits nervt sie sich, dass ihr die Trennung von Scott immer noch so nahe geht. Dabei hätte sie ganz andere Dinge, denen sie sich widmen sollte, denn sie hat den geliebten Job im Verlag verloren, da dieser schliessen und alle entlassen musste. Was soll sie nun tun? Oder da wäre noch die Situation in ihrer chaotischen WG - es wird Zeit für etwas Eigenes... Aber nun zuerst: Verkauf des Ladens! Kurz vor Aberlundy bleibt sie mit ihrem Auto liegen. Wie sie kurz darauf feststellen muss, gab es in der Wohnung von Edwina einen Wasserschaden, so dass sie nicht dort übernachten kann. Aufgrund strömenden Regens kommt sie wie ein völlig durchnässter Pudel im Pub an, um nach einer Unterkunft zu fragen. Und wer steht am Tresen? Natürlich Scott!Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, die Protagonisten waren sympathisch, wenn auch nicht gerade sehr erwachsen handelnd. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass Lauren und Scott um die dreissig sind, hätte ich gesagt, sie wären Anfang zwanzig. Eine nette Geschichte, die Potenzial für mehr gehabt hätte - 3 Sterne.