Helen und Amelie möchten zum ersten Mal seit Ewigkeiten ihren Geburtstag zusammen feiern und zwar da, wo Amelie inzwischen ihren Lebensmittelpunkt verankert hat: im holländischen Bergen. Obwohl Doro und Yella eigentlich nicht kommen wollten, steht Doro plötzlich vor der Tür, im Schlepptau die anstrengende Mutter der Schwestern, die, ebenfalls zum ersten Mal seit Jahren, das Bedürfnis verspürt ihren Töchtern zu gratulieren. Und als die Beziehung von Yella und David endgültig zu scheitern droht, fährt auch Yella in das Dorf der Kindheit zurück.Weiterhin bewegt alle mehr oder weniger die Frage, wie es zum Unfalltod des Vaters kam. Das Rätsel um seinen geheimnisvollen Frauenbesuch in der Unfallnacht wird gelüftet. Es kommt Licht in die Beziehung der Eltern und was alles im Argen lag, von dem zumindest die jüngeren Schwestern nichts ahnten. Auch Thijs Rolle ist mit der Vergangenheit noch enger verknüpft als gedacht.In diesem finalen Band wird ein Großteil der Verstrickungen der Vergangenheit und auch der Gegenwart aufgelöst. Es gibt Annäherungen und finale Brüche. Ich mochte sehr, dass die Beziehung von Helen und Paul zu einer stabilen Einheit gewachsen ist. Die zwei unter sich strahlen als einzige das Gefühl von Ruhe und Harmonie aus. Doro findet die Stärke ihre Schwächen zuzugeben, aber die Verfehlungen vom Vorgängerband hängen ihr, was mich betrifft, weiterhin nach. Yella und Jugendliebe Frenkie bringen nochmal den Ansatz neuer Möglichkeiten in den Plot.Die Mutter hingegen ist der absolute Ausband. Vermutlich ist sie das, was man einen Narzissten nennt. Am Ende des Buches hat sie es geschafft, das keine der Schwestern mehr ein wirkliches Verhältnis zu ihr pflegt.Die Autorin hat es hinbekommen, der Geschichte ein zufriedenstellendes Ende zu schenken. Mit dem Stand der Erkenntnisse kann man "Die Flaschenpost der Vergangenheit" befriedigt zur Seite legen. Und irgendwie ist es ein bisschen schade, dass die gemeinsame Zeit am Meer damit endet. Auch für das Ende vergebe ich 4 Sterne.