The Hike ist ein atmosphärischer Thriller, der weniger auf blutige Schocks als auf schleichende Spannung setzt.
The Hike ist kein Thriller, der dich bereits auf den ersten Seiten mit Schockmomenten überrollt. Stattdessen baut Lucy Clarke die Spannung langsam, aber kontinuierlich auf - und genau das hat mir richtig gut gefallen. Besonders spannend fand ich den Perspektivwechsel zwischen den vier Freundinnen. Nach und nach wird deutlich, dass keine von ihnen so ehrlich ist, wie sie zunächst wirkt. Jede trägt ihre eigenen Geheimnisse mit sich herum, und ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt: Wann fliegt alles auf? Ganz ohne Kritik kommt das Buch für mich allerdings nicht aus. Mehr als einmal musste ich den Kopf schütteln, weil die Freundinnen Entscheidungen treffen, bei denen ich nur dachte: "Bitte macht das jetzt nicht ..." ¿ Sich in einer abgelegenen Wildnis immer wieder allein auf den Weg zu machen, erschien mir ehrlich gesagt nicht besonders klug. Auch die zwischenzeitlichen übernatürlichen Andeutungen hätten für mich nicht sein müssen. Sie wirkten etwas aufgesetzt und hätten der Geschichte meiner Meinung nach nichts genommen, wenn sie gefehlt hätten. Trotzdem hat mich The Hike insgesamt sehr gut unterhalten. Die Mischung aus beeindruckender Naturkulisse, unterschwelliger Spannung und den Dynamiken innerhalb der Freundesgruppe macht den Thriller zu einer packenden Lektüre. Fazit Wer Geschichten mit einer dichten Atmosphäre, starken Figuren und emotionalen Konflikten mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Die norwegische Berglandschaft sorgt dabei für ein eindrucksvolles Setting, das fast schon selbst zu einer Hauptfigur wird. Mein Kapitelkribbeln ¿¿¿¿¿ (4/5)