Mit »Pretty Shameless« findet die fesselnde Manhatten-Elite-Reihe ihr Ende. Ich beende die Reihe mit gemischten Gefühlen einerseits hat sich die Reihe zwischenzeitig minimal gezogen, weshalb ich mich auf das Finale gefreut hab und andererseits bin ich der Geschichte ziemlich verfallen und bin doch auch traurig, sie nun gehen zu lassen. Mich hat der Auftakt schon absolut in den Bann gezogen, wonach eine ganze Reihe von Geheimnissen, Intrigen, Lügen, Wahrheiten und vor allem Plot-Twists folgten! Einige Wendungen habe ich absolut nicht kommen sehen und davon gab es nicht wenige. In Band eins und zwei hat der Spannungsbogen selten nachgelassen und schon hier gab es teilweise Antworten, die sich dann doch wieder in mehr Fragezeichen und noch mehr Geheimnisse verstrickten.
In Band drei kommen wir schließlich zum spannungsgeladenen Finale, in dem alles seine Auflösung finden soll. Ich muss sagen, dass die Verstrickungen und Entwicklungen zuletzt (von Band zwei auf drei) etwas wild wurden und für mich leicht konstruiert wirkten, wobei sich aber sonst alles so gut in die glanzvolle Welt voll Schatten gefügt hat. Hier kam für mich aber doch mal die Frage auf, ob es für einige kleinere Handlungsstricke nicht leichtere und auch logischere Wege gegeben hätte. Aber so hat wiederum auch der Abschlussband nicht an Spannung eingebüßt hier wurde nicht nur aufgelöst. Es stapelte sich viel mehr noch einiges an Drama, was teilweise heftige Folgen hatte.
Die Figuren, die doch auch sehr verschieden und facettenreich waren, haben sich so gut wie alle in elitären, abgehobenen Kreisen zwischen Geld, Drogen, Gewalt und Lügen bewegt und sich dort auch gut eingefügt. Egal ob der Fokus auf Payton oder Sarah lag auch wenn Stück für Stück mehr aufgedeckt wurde, wusste man doch zwischenzeitig absolut nicht mehr, wem sie vertrauen können und wie die Charaktere wirklich denken und handeln. Außer Sarah und Payton, in deren Gefühlswelt man durch die Sichtweisen natürlich viel Einblick bekam. Ich finde es bemerkenswert, was für eine Sogwirkung Tami Fischer hier mit all den Intrigen und den spannenden Charakteren in einer so realistisch wirkenden Elite-Welt geschaffen hat. Alle drei Bücher haben wirklich Suchtfaktor und Tami hat auch die Details rund um die Figuren mit beeindruckendem Geschick geschrieben authentische Dialoge, nachvollziehbare Emotionen und knisternde Anziehung. Und egal, ob der Charakter gegenüber der Protagonistin gerade sympathisch oder ein absolutes Arsch war die Tension war heeeeftig!
Ich liebe zudem die vielen eingearbeiteten Details, die die Geschichte für mich so richtig lebendig haben wirken lassen. Ob der Song des Streichquartetts an pompösen Feierlichkeiten, Outfits und Frisuren, selbst bei entspannten Runden am Pool oder kleinste Mimiken und Gesten in spannungsgeladenen Momenten - jedes Mal haben diese Dinge etwas zu den Szenen beigetragen und sie so abgerundet, dass beim Lesen Bilder im Kopf entstanden sind.
Für mich war die Manhattan-Elite-Reihe sehr stark. Unterhaltsam, fesselnd und überraschend. In meinen Augen ein Must-Read für Gossip Girl-Fans und all diejenigen, die sich für fesselnde Romance-Geschichten mit High Society- und Elite-Charakter begeistern.
4,5/5 Sterne