Der Prolog konnte mich sofort packen und versprach, eine fesselnde Story zu werden, und auch die ersten Kapitel konnten mich noch bei Laune halten.
Gerade dass es drei unterschiedliche Perspektiven gab, versprach abwechslungsreiche und spannende Handlungsstränge. Nur leider passierte dann einfach gar nichts weiter.
Der Autor nimmt sich definitiv Zeit, uns die unterschiedlichen Protagonisten näherzubringen, nur leider verliert es meiner Meinung nach dadurch an Spannung. Es wird sich viel mit Nichtigkeiten aufgehalten und die Story kommt dadurch nicht richtig in Fahrt. Es gab den ein oder anderen überraschenden Plot, aber das konnte mich dann nicht darüber hinwegtrösten und ich habe mich etwas durch die Geschichte gekämpft.
Was ich lobend erwähnen möchte, ist die lockere Schreibweise. Auch die kurzen Kapitel haben es mir dann leicht gemacht, am Ball zu bleiben, da ich schon wissen wollte, was vor 15 Jahren geschehen war. Die Auflösung kommt dann allerdings schon sehr überraschend.
Aber dennoch war Good Night Pretty Girl für mich kein packender Thriller, sondern eher ein Spannungsroman. Für eingefleischte Thriller-Leser könnte es daher etwas langatmig sein und ist eher für Liebhaber seichterer Thriller oder Einsteiger geeignet.
Ich werde dem Autor aber dennoch eine weitere Chance geben und mir einen weiteren Thriller von ihm durchlesen. Vielleicht ist ja der nächste eher etwas für mich.