Dieser Roman ist kein klassischer Haus-Horror, enthält aber viele Elemente aus dieser Art von Romanen.
Es ist schon eine sehr schräge Geschichte. Die Hauptfigur Eve und ihre Lebensgefährtin Charlie ziehen in ein Haus in einer abgelegenen Gegend irgendwo in Oregon, als eines Abends, an dem Eve alleine zu Hause ist, plötzlich eine Familie vor der Haustüre steht. Ein Ehepaar mit drei Kindern bittet um Einlass, weil der Ehemann früher einmal in diesem Haus gewohnt hat, und er seiner Familie gerne zeigen möchte, wie er aufgewachsen ist. Ich weiß nicht, wie viele Menschen in einer solchen Situation die Familie hereinlassen.Aber auch dann entstehen weiter schräge Situationen, wie z.B. die jüngste Tochter, die sich just in dem Moment im Haus versteckt, wo die Familie das Haus wieder verlassen wollte. Und so reiht sich eine Situation an die andere, die die Gesamtsituation immer befremdlicher werden lässt.Und das macht diesen Roman aus, dass ich als Leser mich immer wieder gefragt habe, was das wohl für eine schräge Situation ist. Aber genau das ist ja eine Art von Horror, die jeder versteht, und die viele Horror-Autoren nutzen. Aus alltäglichen Situationen heraus entstehen merkwürdige Momente, die einen Grusel und Horror erzeugen und damit genau die Atmosphäre, die ich mir von diesem Roman erhofft habe.Aber keine Sorge, eine Aufklärung gibt es am Ende, die in meinen Augen zwar eindeutig ist, aber der Leser nicht direkt mit der Nase darauf gestoßen ist.FazitDieser Roman ist kein klassischer Haus-Horror, enthält aber viele Elemente aus dieser Art von Romanen. Er ist gut geschrieben und hat eine sehr dichte gruselige Atmosphäre und schafft es, ein ums andere Mal, dem Leser durch absurde Ideen immer wieder auf die falsche Fährte zu locken. In meinen Augen ein spannender und empfehlenswerter Horror-Roman.